Verantwortungsvolles Spielen in der Schweiz
Glücksspiel kann süchtig machen. Diese Seite erklärt, wie Sie Ihr Spielverhalten im Blick behalten, welchen Schutz die Schweiz für Spielerinnen und Spieler vorsieht und an wen Sie sich bei einem Problem wenden können.
Grundsätze für verantwortungsvolles Spielen
Glücksspiel kann abhängig machen. Setzen Sie sich vor dem Spielen ein persönliches Budget und halten Sie sich daran, unabhängig davon, welches der fünf hier vorgestellten Casinos Sie nutzen. Wer den Verdacht hat, die Kontrolle über das eigene Spielverhalten zu verlieren, sollte sich frühzeitig an eine Beratungsstelle wenden, statt zu warten, bis daraus ein grösseres Problem wird.
Wo Sie Unterstützung finden
Wenn sich ein Spielproblem abzeichnet, ist der erste Schritt meist der schwierigste: sich das einzugestehen und Hilfe zu suchen. Professionelle Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen in der Schweiz bieten anonyme Erstgespräche an, oft telefonisch oder online, bevor finanzielle oder familiäre Folgen grösser werden.
Werkzeuge zur Selbstkontrolle
Anbieter, die Kontowerkzeuge für verantwortungsvolles Spielen führen, stellen üblicherweise die folgenden Optionen bereit; ob und in welchem Umfang sie im jeweiligen Konto verfügbar sind, hängt vom einzelnen Casino ab:
- Einzahlungslimits – eigene Obergrenzen pro Tag, Woche oder Monat festlegen
- Zeitlimits – die Spieldauer pro Sitzung begrenzen
- Selbstsperre – das Konto vorübergehend oder unbefristet sperren lassen
- Reality Checks – Erinnerungen, die die bereits verbrachte Spielzeit anzeigen
Warnsignale
Diese Anzeichen sprechen für ein riskantes Spielverhalten, unabhängig davon, bei welchem Anbieter gespielt wird:
- Höhere Einsätze als ursprünglich geplant
- Das Bedürfnis, die Einsätze immer weiter zu steigern
- Wiederholte Versuche, Verluste durch weiteres Spielen auszugleichen
- Geld leihen oder Ersparnisse angreifen, um weiterspielen zu können
- Arbeit, Ausbildung oder Familie wegen des Spielens vernachlässigen
Spielsperre in der Schweiz: Zuständigkeiten und Grenzen
Für Casinospiele ist in der Schweiz die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) zuständig, für Lotterien und Sportwetten die interkantonale Behörde Gespa — beide stützen sich auf das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51). Anders als die deutsche Sperrdatei OASIS wird die Schweizer Spielsperre nicht von der Aufsichtsbehörde selbst geführt: Zuständig sind die Schweizer Casinos gemeinsam mit Swisslos und der Loterie Romande, die ESBK hat auf dieses Register keinen Zugriff.
- Spielsperre beantragen: Informationen zum Ablauf finden Sie bei www.esbk.admin.ch — eingetragen wird die Sperre direkt bei einer Schweizer Spielbank, bei Swisslos oder bei der Loterie Romande.
- Zentrales Register: Schweizer Casinos, Swisslos und die Loterie Romande führen das Register gemeinsam; eine Sperre gilt dann für alle konzessionierten Angebote gleichzeitig.
- Offshore-Anbieter ohne Anbindung: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, etwa mit Sitz auf Curaçao oder Anjouan, sind an dieses Register nicht angeschlossen — eigene Limits lassen sich dort nur direkt im Konto setzen.
Schweizer Anlaufstellen bei Spielproblemen: sos-spielsucht.ch | suchtschweiz.ch | Beratung online über safezone.ch
Hilfskontakte
Kontakte für den Fall, dass Sie schnelle Unterstützung brauchen:
- Sucht Schweiz: www.suchtschweiz.ch – landesweite Fachstelle für Suchtfragen
- SafeZone: www.safezone.ch – anonyme Onlineberatung für junge Menschen
- Die Dargebotene Hand: Telefon 143 – täglich rund um die Uhr, in mehreren Sprachen
- Spielsucht-Beratung: www.sos-spielsucht.ch – spezialisiert auf Glücksspielprobleme
Wenden Sie sich bei einem akuten Problem direkt an eine dieser Stellen — die Beratung ist vertraulich und für Sie kostenlos.